Rückblick Bauprojekt Braustraße

Barrierefreies Wohnen über der Stadt

Der frühere Gebäudekomplex an dem Standort der heutigen Braustraße 32 wurde im Jahr 1968 errichtet. Bis in die 1990er Jahre nutzte der ehemalige Landkreis Worbis einen Teil des Objekts als Verwaltungsgebäude; danach standen große Teile leer. Das angrenzende 5- geschossige Wohngebäude mit 10 Wohneinheiten wurde von der Städtische Wohnungs- GmbH Worbis (SWG) vermietet. Die Stadt Leinefelde-Worbis hat nach dem Jahre 2004 die Eigentumsverhältnisse endgültig klären können und für das Gesamtgebäude einen neuen Nutzungsvorschlag erarbeitet. Zielstellung war die Schaffung von attraktivem und barrierefreiem Wohnraum im Stadtzentrum. Schließlich wurde im Jahr 2008 der Bauantrag gestellt und die Finanzierung über die SWG gesichert.

Vor Baubeginn, im September 2008, wurde das 5-geschossige Wohngebäude mit 10 Wohneinheiten und einer Gesamtfläche von 409,85 m² leer gezogen um eine komplett neue Gestaltung und umfängliche Modernisierung vornehmen zu können. Nach der Grundsteinlegung am 30. Mai 2009 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Die Bauplanung sah vor, den gesamten Gebäudekomplex in zwei Teilbereiche zu unterteilen, in eine Abriss- und Neubaumaßnahme einerseits und die Sanierung eines Gebäudeteils im Bestand andererseits. Somit wurden die 5 Geschosse des Büro- und Verwaltungsgebäudes sowie zwei Geschosse des Büro- und Sitzungsgebäudes abgerissen und an dieser Stelle der Neubau errichtet. Zum anderen wurde das monolithische Wohngebäude komplett umgebaut, saniert, an den Neubau und somit auch an den Aufzug angeschlossen. Die Anzahl der Geschosse wurde beibehalten. Zusätzlich konnte das Gebäude um eine Dachterrassenwohnung erweitert werden.

Der vorhandene Zwischentrakt zur historischen Nachbarbebauung im Friedensplatz wurde abgerissen. Die Außenanlagen mit Offenlegung der „Wipperquelle“ erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen konnten im September 2010 die ersten Mieter in die neuen Wohnungen einziehen. Das Objekt „Barrierefreies Wohnen über der Stadt“ bietet 27 Wohneinheiten und 3 Gewerbeeinheiten, die sich über eine Fläche von 1.906,26 m², 5 Vollgeschossen sowie 1 Staffelgeschoss verteilen. Alle Wohnungen des Hauses sind innenräumlich angenehm strukturiert, proportioniert und verfügen über einen eigenen weit ausladenden Balkon mit Blick ins Grüne bzw. über die Stadt. Ein separater Abstellraum pro Wohnung auf der Etage komplettiert das Raumangebot.

Hier ist eine moderne und zukunftsorientierte Wohnanlage in sehr guter Lage zwischen der Innenstadt und dem Busbahnhof, umgeben von Geschäfts-, Wohn- und Verwaltungsgebäuden entstanden.

Prämiert wurde das Gebäude 2011 mit dem „Deutschen Fassadenpreis“ und dem „Architektourpreis“.